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Coliving: Ein­fa­mi­li­en­haus am Stadt­rand war ges­tern

Wie Digitalnomaden und junge Kreative jetzt leben wollen

„Coworking“ / “Coliving” vereint einzelne Freiberufler, Kreative, kleinere Startups und digitale Nomaden zur gemeinsamen Arbeit unter einem Dach. In den entsprechenden Coworking-Spaces, also in Räumen, in welchen die entsprechenden Infrastrukturen und Ressourcen für die Arbeit bereitgestellt werden, können Coworker von den Ideen und der Kreativität anderer Teilnehmer profitieren.

Es handelt sich also um eine Art Großraumbüro, nur dass jeder an seinem eigenen Projekt, oder wie es von jungen Unternehmern oft genannt wird, an seinem eigenen „Baby“, arbeitet. Ein Motiv für Coworking stellt die bloße Tatsache dar, dass Freiberufler normalerweise allein von Zuhause aus arbeiten würden, dies aber oftmals als einsam oder demotivierend empfinden. In einem Coworking Space ist man unter Leuten, man hat das Gefühl an einem wirklichen Arbeitsplatz zu sein, was bei vielen die Kreativität und Denkfähigkeit steigert.

Coliving Düsseldorf

Coworking in Düsseldprf

Entsprechende Coworking Spaces gibt es bereits zuhauf. So kann beispielsweise bei Wework in vielen großen Städten weltweit, in Deutschland u. a. in Berlin und Hamburg, ein privates Büro, ein eigener Schreibtisch oder ein Platz an einem Gruppentisch ab 300€ pro Monat gemietet werden.In hipper Citylage und mit stylischem Interior, versteht sich. Geschmackvolles möbliertes Wohnen – über den Dächern von Düsseldorf kann man zum Beispiel über German Sherpa.  Bei Sattelite Office in Hamburg gibt es ein Membership System, bei welchem man je nach Grad der Mitgliedschaft bis zu drei Tage pro Woche in einem privaten Büro innerhalb eines Co-Working Spaces arbeiten kann. Meist werden diese Modelle durch Community Angebote ergänzt, sodass man sich auch mit anderen Kreativen aus dem Coworking Space austauschen kann.

Nun geht es allerdings noch einen Schritt weiter. Warum nur gemeinsam arbeiten, wenn man doch auch zusammen wohnen kann?

In Berlin wird im April der erste Coliving „Space“ eröffnet. So soll nun nicht mehr nur gemeinsam gearbeitet, sondern auch gelebt werden. Entstehen soll eine überdimensionale Wohngemeinschaft bestehend aus jungen, kreativen und digital-vernetzten Menschen. Der Anbieter Medici Living will das Gebäude passend zur Kundengruppe und deren Ansprüchen technisch so modern wie möglich gestalten. Die Zielgruppe des Projekts sind junge Gutverdiener, welche das Zusammenleben mit Gleichgesinnten schätzen, eine typische Studi-WG allerdings auch nicht (mehr) als passend erachten.

Die Anwärter auf eins der insgesamt 45 Zimmer in einem gerade erst fertiggestellten Neubau in Berlin Moabit sollen für ein 10m² Zimmer ca. 500€ zahlen. Klingt viel, allerdings sind verschiedenste Leistungen in diesem Preis inkludiert. So werden die Gemeinschaftsbereiche wie das Kino, die Leseecke und die Terrasse geputzt und instand gehalten und können selbstverständlich genutzt werden, außerdem sind Kosten für WLAN, Waschmaschinennutzung sowie sämtliche Nebenkosten bereits enthalten.

Schlüssel und Lichtschalter? Schnee von gestern!

Ergänzt wird das Konzept durch Ideen des Smart Homes. Türen sollen durch eine eigene App geöffnet werden können und auch weitere technische Wohnelemente wie Licht, Heizung und Jalousien sollen sich mit dem Smartphone steuern lassen-ganz im Sinne der Digital Nomaden eben. Das Unternehmen erklärt es zu seinem Ziel, Menschen mit einer Leidenschaft für Kreativität und Gründergeist unter einem Dach zusammenzubringen – und zwar rund um die Uhr.

Arbeiten, Leben, soziale Kontakte, Sport, Essen, Freizeitaktivitäten: alles unter einem Dach und mit seinen Quasi-Kollegen, die gleichzeitig auch Mitbewohner und im Idealfall Freunde sind. Vermutlich kann damit nicht jeder etwas anfangen, aber der Erfolg gibt dem Coworking und den verbundenen Konzepten durchaus Recht.

Die Zahl der Coworking Spaces und derer, die diese Angebote in Anspruch nehmen, steigt seit Jahren kontinuierlich. Bereits 2015 gab es circa 200 Coworking Spaces in Deutschland und die Zahl verdoppelt sich jedes Jahr. Experten prophezeien Coworking und entsprechenden Räumlichkeiten eine schillernde Zukunft und steigende Mitgliederzahlen. In diesem Sinne scheint es nur logisch, dass nun auch Coliving-Konzepte entstehen.

In der Gemeinschaft zu arbeiten steigert die Denkfähigkeit. Quelle: gruenderszene.de.In der Gemeinschaft zu arbeiten steigert die Denkfähigkeit. Quelle: gruenderszene.de

Coworking und Coliving statt Vermietung?

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob nicht auch private Immobilienbesitzer statt der klassischen Vermietung Coworking Spaces oder gar Coliving Flächen erschaffen sollten. Eine schwierige Frage, braucht es doch einen gewissen Grad an Marketingexpertise und Bekanntheit um hier erfolgreich zu sein. Entgegen diesem Risiko stehen hohe mögliche Einnahmen. Dennoch bleibt zu sagen: mit dem bloßen Bereitstellen einer geeigneten Räumlichkeit ist es nicht getan, denn alle Coworking Spaces bieten beispielsweise einen eigenen Officemanager, der für die Anliegen der Coworker jeden Tag vor Ort ist. Hinzu kommt, dass kleinere, individuelle Coworking Landschaften mehr und mehr von professionellen Großanbietern verdrängt werden. Ein hartes Pflaster also. Jedoch könnte Coworking auch für junge Immobilienmakler eine gute Möglichkeit darstellen, solange das Kapital für ein eigenes Büro fehlt. Denn neben dem bereitgestellten Arbeitsplatz könnten Sie zahlreiche Kontakte knüpfen.

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